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17.04.2016: Haspa Marathon Hamburg (die 2te)

Auf meinen ersten Frühlingsmarathon habe ich mich mit einem 12 Wochenplan, der auf der Internetseite des Münster-Marathon zur Verfügung steht, vorbereitet. Ich habe zum 2ten Mal, nach dem 3:15er Plan trainiert. Nachdem es mir im Herbst vergangenen Jahres in Berlin nicht gelungen ist sub 3:20 zu laufen sollte es diesmal in Hamburg eine sub 3:15 werden, das bedeutet eine Pace von 4:37 min/km zu laufen.

Die Trainingsphase verlief ohne weitere nennenswerte Ausfälle. Zusätzlich zum Lauftraining habe ich 1x pro Woche Stabitraining gemacht und war 1x pro Woche schwimmen. Die letzten 4 Wochen habe ich das Schwimmtraining sogar noch intensiviert und am Schwimmtraining des Triathlon Team Rheinberg, unter professioneller Hilfe von Schwimmtrainer Willi  teilgenommen. Anzumerken ist hier noch, das ich die Laufumfänge während der Zeit nicht reduziert habe.

Am Marathonwochenende war ich alleine Unterwegs. Geplant habe ich ein langes Wochenende (Freitagnachmittag bis Montagabend), Anreise mit dem Zug. Unterkunft war das Hotel „alte Wache“ in der Nähe des Hauptbahnhofs, dort habe ich relativ günstig ein Einzelzimmer ohne Frühstück reserviert, Frühstück kann man dort für 8 € nachbuchen, was ich auch für Samstag und Montag getan habe.

Da ich alleine unterwegs war, konnte ich mich voll und ganz auf den Marathon am Sonntag konzentrieren, was sich im Nachhinein als gut und richtig herausgestellt hat.

Kurzfristig habe ich mich entschieden die Startunterlagen und den Kleiderbeutel schon am Freitagabend abzuholen, am Samstag stand dann noch gegen 14:00 Uhr ein Treffen mit den „Laufjunkie’s“ auf der Marathon-Messe an. 

Laufjunkie’s ist eine mitgliederstarke Facebock-Gruppe (über 6900 Mitglieder) ca. 20 von den, im positiven Sinne bekloppten, habe ich dort persönlich kennengelernt.

Die Nacht vor dem Lauf, habe ich gegen 22:30 Uhr das Licht ausgemacht und bin gegen 6:20 Uhr aufgestanden, kurz geduscht und danach mein Marathonfrühstück reingedrückt. Haferflocken mit Honig und eine Hand voll Walnüsse mit Wasser zu einem Brei angerührt und ca. 5 min quellen lassen, dazu noch ein Apfel und Wasser, am Bahnhof habe ich mir noch ein Butterbrötchen und einen Espresso „gegönnt“.

Die Laufsachen habe ich natürlich am Abend vorher akkurat bereitgelegt und dabei festgestellt dass ich den Pulsgurt zu Hause vergessen habe (Fuck).

Gegen 7:30 bin ich dann los zum Startbereich, ca. 10 min. Fussweg zum Hauptbahnhof und dann 3 Stationen mit der U2 zum Messegelände. Anfahrt, Abgabe des Kleiderbeutels und Aufstellung im Startbereich war super entspannt und perfekt organisiert. Ich bin im Startblock D gestartet und stand pünktlich um 8:45 Uhr im Startblock bereit. 

Das Wetter am Sonntagmorgen war ebenfalls perfekt ein Mix aus Sonne und Wolken mit größerem Sonnenanteil. Temperatur eher kühl, um 9:00 Uhr so um die 7° C und zunächst mal nicht allzu windig, das sollte sich aber im Rennverlauf ändern.

Um 9:00 Uhr ging es dann pünktlich los. Gestartet wird mit dem Heinrich-Hertz-Turm im Rücken, zunächst über den roten Teppich auf dem man später dann wieder ins Ziel einläuft.

Zu Beginn geht es leicht bergauf in Richtung St.Pauli über die Reeperbahn in Richtung Altona und Othmarschen, zwischen Kilometer 6 und 7 kommt dann eine 180° Kehre und man läuft auf der Elbchaussee bergab vorbei an den Landungsbrücken in Richtung Hafen-City.

Den ersten Kilometer lief ich in 4:41, zunächst musste ich erstmal meinen Rhythmus finden und zu Beginn war es relativ voll auf der Laufstrecke.

Hamburg hat im Streckenverlauf einige sanfte An- und Abstiege über die so mancher Marathonläufer aus der Eifel oder aus dem Sauerland nur müde lächeln kann. Wir Niederrheiner, für die eine Autobahnüberführung schon eine läuferische Herausforderung darstellt, können daran verzweifeln, gar zerbrechen (mental).

Nach ca. 4 Kilometer waren alle Systeme auf Betriebstemperatur und es lief, im wahrsten Sinne des Wortes, Km 4 mit 4:28, km 6 gar mit 4:26 noch dazu alle anderen Kilometer unter 4:37. Kilometer 11 führt dann an den Landungsbrücken vorbei schön bergab, 4:19.

Zwischen Km 15 und 16 geht es durch den 550 m langen Wallringtunnel, der für den Marathon mit rotem Licht und heißen Discobeats ausgestattet wurde. Schon ist man an der Binnenalster die dann von den Läufern einmal gegen den Uhrzeigersinn umrundet wird, dann rechtsseitig an der Außenalster entlang, wo man zwischen den Stadtteilen Uhlenhorst und Winterrhude die Halbmarathonmarke hinter sich lässt.

Im Bereich der Binnenalster und Außenalster lies der aufkommende Wind, das erste Mal erahnen welch bösartige Kombination Gegenwind und leichter Anstieg darstellt. Es fühlt sich an, als ob dich jemand von hinten am Laufshirt festhält, gleichzeitig scheint sich das Gewicht deiner Laufschuhe zu verzehnfachen und Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur fangen an zu brennen und rauben dir fast den Verstand.

Ab km 27 ca. fing ich mit meiner mentalen Salamitaktik an, das heißt, ich zerlege die Reststrecke in überschaubare Abschnitte nach dem Motto nur noch 3 bis 30 dann sind es nur noch 12, eigentlich ja nur 2x6. Ab 32 sind es nur noch 10 eigentlich ja nur noch 2x5. Ab 37 sind es nur noch 5 .. usw.

Zu erwähnen ist hier noch, dass ich Km 29 in 4:27 und Km 32 in 4:30 gelaufen bin

Ab Kilometer 36 wusste ich, wenn ich jeden verdammten Kilometer nur mit 5:00 min/km laufe, reicht es für sub 3:15. Die Gefahr ist natürlich groß, sich auf diese Pace zurückfallen zu lassen und dann aufgrund anderer unvorhersehbarer Dinge diese Pace dann nicht mehr halten kann, also dachte ich mir, weiter beißen und so schnell wie möglich das Ding nach Hause laufen.

Jenseits des Km 40 kam es dann knüppeldick, langgezogene leichte Anstiege und Gegenwind. Trotzdem ist es mir gelungen immer unter 5:00 min/km zu bleiben, außer der letzte Abschnitt zwischen 41 und 42 war eine 5:01.

Die letzten 2-300 m gingen dann wieder leicht bergab und der rote Teppich war endlich zu sehen. Kurz vor dem roten Teppich stellte ich die Uhr auf die Gesamtzeit um und konnte kaum glauben was ich dort zu sehen bekam, für einen kurzen Moment dachte ich, mit einem beherzten Endspurt könnte es mir noch gelingen unter 3:13 zu bleiben aber der Akku war leer und so lief ich mit einer für mich sensationellen Zeit von 3:13:16 über die Ziellinie.

Letztendlich hat am diesem Tag einfach alles gepasst, Wind und Wetter, Temperatur und auch das ganze Drumherum. Die Stimmung an der Strecke war grandios, die Verpflegungsstellen waren perfekt organisiert.

Wahrscheinlich hatte auch das intensive Schwimmtraining einen positiven Einfluss.

***

Ein Bericht von Klaus Niklas


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